Über

Seit 2012 arbeiten wir, Marja Christians und Isabel Schwenk zusammen in Hildesheim, Barcelona, Berlin und München. Wir forschen szenisch an Formen subversiver Darstellung struktureller Gewalt mit Mitteln der Komik. In performativen Szenarien hinterfragen wir den gesellschaftlichen Kontext unserer scheinbar individuellen Körper. In intimen Choreographien und machtkritischen Körperstudien suchen wir nach sozialen und politischen Verantwortung(en) als junge, weiße und gebildete Theatermacherinnen. Wir schaffen dramaturgische Konsequenzen für unsere privilegiertere Position im neoliberalen Kapitalismus. Wir forschen an Nach- und Gesprächsformaten mit dem Publikum, die integrative Bestandteile der Aufführung sind. Wir sehen die Aufführung als einen gemeinsamen Prozess, der sowohl von den Performenden als auch von dem Publikum gestaltet wird.

Seit zwei Jahren arbeiten wir kontinuierlich mit der interdisziplinären Choreograohin Ayelen Cantini zusammen. Ein besonderer Bestandteil unserer Arbeitsform ist die Zusammenarbeit mit einem Kollaborateur*innen-Kollektiv unserem sogenannten DISCOURSE+CONTENTkollektiv. Kollaborateur*innen sind für uns Personen, die ein besonders Wissen in Theorie und künstlerischer Praxis haben. Bei Probenbesuchen in regelmäßigen Abständen blicken sie aus unterschiedlichen künstlerischen und politischen Perspektiven auf uns und unsere Arbeit und diskutieren sie mit uns.

 

Marja Christians

Performerin | Tänzerin | Sängerin geboren 1988, studiert seit 2009 Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim mit den Schwerpunkten Theater und Musik (Gesang). 2009 entwickelte Marja die elektronische Oper Cloneheadz (Münchner Gasteig) |Von 2010 bis 2011 absolvierte sie einen künstlerisch-praktischen Aufenthalt in Barcelona in den Bereichen Tanz und Theater. Sie ist Mitglied des französisch-spanischen Künstler*innenkollektivs PULSO, Teil des Performance Kollektivs Christians Schwenk, Mitglied des Theaterkollektivs & Künstler*innennetzwerk cobratheater.cobra. Mit cobratheater.cobra erarbeitete sie die kollektive Konzeption und Performance des Tanztheaterprojekts cobratheater.cobra 马马虎虎 (u.a. Preis der Bürgerstiftung Hildesheim 2013 und eingeladen zum Transfusionen Festival Köln, 2013), Kuration und Konzeption des cobratheater.cobra-Festivals (Theater im Pavillon, Hannover 2014). Als Gesangs- und Choreographiecoach arbeitete sie mit der Fräulein Wunder AG am Staatstheater Oldenburg. Als Performerin war sie bei Tino Sehgals „What#s new?“ 2010 in Hamburg dabei und in der Performance STILL (The Economy of Waiting) beim Festival Theaterformen 2015.

 

Isabel Schwenk

Performerin | Theaterpädagogin | Dramaturgin geboren 1988, absolvierte nach dem Abitur ein FSJ Kultur am Stadttheater Freiburg (2009). 2013 schloss sie ihr Studium Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis (Universität Hildesheim) ab. Seitdem studiert sie dort den Master Inszenierung der Künste und der Medien. Im SoSe 2014 hatte sie einen Lehrauftrag an der Universität Hildesheim zum Thema „Selbstinszenierung“. Von 2011 bis 2014 war Isabel Künstlerische Leitung der interkulturellen Laientheatergruppe Türkisch-Deutsches Theater amarena-Innovationsförderung vom BDAT für Das Grundgesetz – sehr sehr frei nach…, 2012). Sie gibt theaterpraktische Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (u.a. seit 2012 für die theaterfabrik der Landesbühne Nord, Wilhelmshaven). Sie arbeitet als Dramaturgin, u.a. für den Filmemacher Leonard Rottok (Mein Vater (AT), 2014), als Performerin für das Syndikat Gefährliche Liebschaften (u.a. freifeld-Festival, Oldenburg, 2014) und ist Teil des Performance-Kollektivs Christians Schwenk. Salome (2012) und J.U.D.I.T.H. (2014) in Zusammenarbeit mit cobratheater.cobra und Ayelén Cantini (Jurypreis der Sophiensaele, 2015, eingeladen zum Körber-Studio und FLARE-Festival in Manchester, Preis der Bürgerstiftung Hildesheim 2015).

DISCOURSE+CONTENTkollektiv

Ein besonderer Bestandteil unserer Arbeitsform ist die Zusammenarbeit mit einem Kollaborateur*innen-Kollektiv unserem sogenannten DISCOURSE+CONTENTkollektiv. Kollaborateur*innen sind für uns Personen, die ein besonders Wissen in Theorie und künstlerischer Praxis haben. Bei Probenbesuchen in regelmäßigen Abständen blicken unsere Kollaborateur*innen aus unterschiedlichen künstlerischen und politischen Perspektiven auf uns und unsere Arbeit und diskutieren sie mit uns.

Die Verbindung besonderer Kompetenzen in unserem DISCOURSE+CONTENTkollektiv sehen wir auch als kulturpolitisches und künstlerisches Statement.